Ob auf Plakaten in der U-Bahn, Produktbroschüren, in unserem Lieblingsmagazin, ja, sogar auf Websites (!) – den von Unternehmen in diesen Tagen so heiß geliebten QR Codes entkommen wir nicht. Dabei ist die wirkliche Nutzung und damit auch die Conversion laut diverser Umfragen noch mehr als überschaubar. Laut „Tactica Interactive“ beispielsweise, scannen 80 Prozent von 1000 Befragten, die einen QR Code wahrgenommen haben, diesen nicht ein.

Wie kommt’s? Ich beginne mal mit einem Beispiel, das gleich mehrere klassische Fallstricke deutlich macht: Kürzlich drückte mir auf der Straße jemand eine Süßigkeit mit einem QR Code auf der Verpackung in die Hand. Nette Promo, aber für was? Nirgends war ein Hinweis zu finden, welchen Mehrwert ich davon habe, diesen zweidimensionalen Barcode zu nutzen. Und so blieb die Süßigkeit auch erst einmal einen Tag liegen. Wäre dies nun also ein Gewinnspiel gewesen, an dem ich hätte noch an diesem Tag teilnehmen müssen – Pech gehabt.

Ich scanne also am nächsten Tag den Code ohne zu wissen was mich erwartet und gelange auf eine klassische (und auch nur bedingt ansprechende) Website, keine mobile Version. Auf dieser Seite befinden sich Jobangebote – nach ein wenig scrollen stellt sich heraus, dass die meisten völlig veraltet sind. Und weg bin ich. Na ja, und selbstverständlich nicht nur, weil ich ja gar keine neue Stelle suche ;-).

QR Codes (QR steht übrigens für „quick response“) wirken innovativ und suggerieren sicherlich auch ganz nett, dass ein Unternehmen sich in der digitalen Welt auskennt. Oft aber eben nur so lange, bis man entweder vergeblich versucht, den Code zu nutzen oder aber auf nicht für die mobile Nutzung optimierten Seiten landet.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuell noch geringen Conversions sollten Unternehmen beim Einsatz der Codes einige grundlegenden Dinge bedenken:

  1. Den QR Code in einer scanbaren Größe anbieten.
  2. Bei der Platzierung des Werbemittels, das den Code beinhaltet, unbedingt darauf achten, dass sich dieses an Orten befindet, an denen der Smartphonebesitzer tatsächlich Empfang hat und der Code leicht eingescannt werden kann – und zwar ohne Verrenkungen oder  Lebensgefahr.
  3. Mit der Information, die sich hinter dem Code verbirgt, tatsächlichen Mehrwert bieten und diesen auch deutlich kommunizieren (Hinweise wie „Scannen Sie diesen Code mit Ihrem Smartphone“ transportieren keinen Mehrwert ;-).
  4. Eine attraktive Landing Page bereitstellen,  die auf mobile Nutzung optimiert ist.

 

In diesem Sinne weiterhin viel Spaß beim Scannen!